Bella - Risiken der Lagerung

"BELLA: Castorbehälter und ihr Inhalt -Risiken der Lagerung von Atommüll"
Information und Diskussion am 11.05.2016, 19.30 Uhr, Disharmonie

Seit 2006 lagert hochradioaktiver Atommüll aus dem AKW Grafenrheinfeld im
Standort-Atommüllager BELLA auf dem E.on-Betriebsgelände.
Die Lagerhalle hat keinerlei abschirmende Wirkung gegen radioaktive Strahlung;
allein die Castorbehälter, die mit den abgebrannten Brennelementen aus dem
Atommeiler befüllt sind, sollen die Strahlung zurückhalten.

Diese sogenannte "Zwischen"-Lagerung von Atommüll - ein geeigneter Ort für eine
dauerhafte Lagerung der hochgefährlichen Stoffe ist nicht bekannt - war ein Ergebnis
des "Atom-Konsens", den die Rot-Grüne Regierung mit den Energiekonzernen und
AKW-Betreibern ausgehandelt hatte. Die Abklingbecken waren voll, die "Begleitung"
bzw. versuchte Unterdrückung der Proteste aus der Bevölkerung  gegen die Transporte
von Atommüll in Wiederaufarbeitungsanlagen war teuer und umstritten. Die Einrichtung
der Standort-Atommüll-Lager mit einer Betriebsgenehmigung für die Dauer von 40 Jahren
bot den Betreibern die Möglichkeit zum Weiterbetrieb - doch die Sicherheit dieser Anlagen
wurde von Beginn an kritisch infrage gestellt.

Gegen die Atommülllager an den drei bayerischen Standorten wurde geklagt; das Gericht
hat gegen die Interessen der KlägerInnen entschieden - die Sicherheitsbedenken sind geblieben!
Sie wurden erhärtet durch das Brunsbüttel-Urteil und werden verschärft durch Informationen,
dass die Räumung des Atommülllagers bis 2046  nicht möglich sein wird, da zu diesem Zeitpunkt
ein Ort für eine möglichst sichere dauerhafte Lagerung nicht zur Einlagerung fertig sein wird.

Wir stellen Fragen zu den Castor-Behältern, zum radioaktiven Inventar, zu möglichen Szenarien
"Wie verhält sich dieses Inventar innerhalb der Castorbehälter, welche Prozesse, welche Auswirkungen
sind zu erwarten?" Wir freuen uns, dass wir Diplom-Physiker Dr. Wilfried Attenberger als Referenten
gewinnen konnten und laden Sie herzlich zu dieser Info- und Diskussionsveranstaltung ein.

Aktuelle Lage Fukushima

Wer die aktuelle Lage in Fukushima erfahren möchte, kann den Bericht
von Kazuhiko Kobayashi nachlesen.

Hier geht's zum Download!

Power to change

Am 17.März startet der Film “Power to Change – die Energierebellion” bundesweit.

Der Kinostart in Schweinfurt ist am 14.4.2016, 19.30 Uhr, im KuK Schweinfurt!

mit anschließender Diskussion u.a. mit Landrat Florian Töpper, Frau Bürgermeisterin Sorya Lippert, Klimaexperte Prof. Dr. Paeth u.a.
 
Die Energiegenossenschaft Oberes Werntal eG aus Poppenhausen hat einen Drehtag mitorganisiert und daran teilgenommen, da sie als Energiegenossenschaft an der Energiewende im Landkreis Schweinfurt arbeitet. Der Drehtag fand in einem Gasthaus am Bergl in Schweinfurt statt. Der Film zeigt viele engagierte Menschen in Deutschland, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Energiewende voranbringen.
 
Infos zum Film finden Sie unter http://powertochange-film.de/.
 

 

Schweinfurter Umweltschützer beim Weltklima - Gipfel in Paris

Während bei der Welt-Klima-Konferenz in Paris die VertreterInnen von 196 Staaten
an den Bedingungen und Inhalten für ein globales Klimaschutz-Abkommen arbeiteten,
trafen sich Menschen zu zahlreichen international besetzten Aktionen- um die
Forderung nach einer globalen Energiewende zu stellen- um durch ihren Protest deutlich
zu machen, dass dafür der Ausstieg aus der Atom-Energie und den fossilen  Energieträgern
( Kohle, Öl, Gas ) notwendig ist- um Klima-Gerechtigkeit zu fordern 

Auch Schweinfurter Umweltschützer waren vertreten - Babs Günther ("Schweinfurter
Aktionsbündnis gegen Atomkraft" / Sprecherin) und Edo Günther (BN-Kreisgruppen-
Vorsitzender SW und Sprecher des BUND - AK "Atom-Energie und Strahlenschutz")
haben in Paris an zivilgesellschaftlichen Protestaktionen teilgenommen: 

Weiterlesen: Schweinfurter Umweltschützer beim Weltklima - Gipfel in Paris

Stellungnahme zu Aussagen von Herrn Scheuring

Stellungnahme des Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB)
zu Aussagen von Reinhold Scheuring (Werksleiter des AKW Grafenrheinfeld)
 

"Ein Einschluss und deren Prüfung macht für uns keinen Sinn" heisst es auf die Forderung,
ergebnisoffen die Varianten (Abriss contra "sicherer Einschluss") zu prüfen. E.ON bleibt
also bei seiner Festlegung zum schnellen Abriss - doch weshalb verweigert man sich der
Überprüfung?

Dazu gibt es leider weiterhin keinerlei Erklärung. Herr Scheuring macht Aussagen, die von
E.ON bzw. der Bayerischen Umweltministerin Scharf bereits bekannt sind: für die Castoren
im atomaren "Zwischen" - Lager gebe es ein Reparaturkonzept ... das bezieht sich auf
Probleme mit den Dichtungen, vom "Fügedeckel" ist die Rede. Ob dieses Konzept greift,
wenn Radioaktivität aus dem Castor austritt, wird nicht erläutert. 

Weiterlesen: Stellungnahme zu Aussagen von Herrn Scheuring