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Mahnwache 13.07.2020

Nun ist es offiziell bekannt (Mainpost-Artikel vom 03.07.),  dass bereits im OKTOBER 2018!! „Bauschutt“ vom AKW-Rückbau auf die Deponie Rothmühle (Bergrheinfeld) geliefert wurde. Die Mitglieder des Ausschuss für Umwelt, Land- und Abfallwirtschaft des Landratsamtes haben aktuell zugestimmt / entschieden / abgenickt, dass 1850 Tonnen „freigemessene“ Abfälle aus dem AKW, die nicht frei von Radioaktivität sein müssen, sondern lediglich einen politisch festgelegten „Grenzwert“ nicht überschreiten, auf die Deponie Rothmühle geliefert werden können.
 
Von Bedingungen oder Forderungen des Gremiums (nach Ertüchtigung z.B.) ist allerdings nichts bekannt….wie soll denn sichergestellt werden, dass radioaktive Partikel nicht über die Luft verteilt werden bzw. durch Versickerung ins Grundwasser gelangen? Die hiesige Bevölkerung wird einem erhöhten Risiko ausgesetzt - und vor vollendete Tatsachen gestellt. Vor diesem Hintergrund bitten wir Euch,
 
den Termin schon mal festzuhalten:  Unter dem Motto „Strahlende Rothmühle?“ veranstaltet das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB) am 13.07. 2020 von 18.00 - 19.00 Uhr eine Mahnwache am Schillerplatz in Schweinfurt !


Tschernobyl-Gedenktag

Coronabedingt wird das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB) am heutigen Montag, 27.04.2020, keine Mahnwache zum Gedenken an den 34. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl (26. April) veranstalten.
Der aktuelle Jahrestag steht unter dem Eindruck der verheerenden Feuer, die seit mehr als drei Wochen im verseuchten Gebiet der Sperrzone  um die Atomruine des explodierten Atomreaktors wüten. Weite Flächen sind bereits verkohlt, Trockenheit und Wind fachen die Flammen immer aufs Neue an. Die Löscharbeiten konnten die Feuer bisher nicht ausreichend eindämmen. Cäsium 137, Plutonium 239 und Strontium 90 belasten die Böden. Radionuklide aus Pflanzen und dem Boden werden freigesetzt, verbreitet und können nun aufs Neue die menschliche Gesundheit gefährden.
Infolge der Atomkatastrophe starben Tausende Menschen bzw. wurden verletzt. Zehntausende wurden zwangsumgesiedelt, vornehmlich Einsatzkräfte erkrankten an Krebs, Schlaganfällen, Infarkten, Erblindung und anderen strahlenbedingten Krankheiten. In einer gigantischen radioaktiven Wolke verbreiteten sich die gefährlichen Partikel - die Ärzteorganisation IPPNW weist daraufhin, dass auch heute noch beispielsweise Wildschweine, Beeren und Pilze etwa im Bayerischen Wald so stark verstrahlt sind, dass ihr Verzehr das Krebsrisiko erhöhen kann. Auch 34 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl ergibt sich daraus eine konkrete Bedrohung für Mensch und Natur.
Atomkraft ist teuer und schmutzig. Sie war immer massiv subventioniert und auch im militärischen Interesse. Sie birgt langanhaltende und letztlich unkontrollierbare Gefahren und ist eine extrem gefährliche Form der Energiegewinnung. Sie ist verbunden mit der Produktion von gefährlichem, radioaktiv strahlendem Atommüll, der auch für die Folgegenerationen eine immense Gefährdung bedeutet - bislang gibt es weltweit! keine Lagerstätte, wo dieser ausreichend sicher und ausreichend abgeschirmt verwahrt werden kann. Atomare Katastrophen sind grenzüberschreitend. Atomkraft ist nicht klimaneutral. Atomkraft ist nicht zu verantworten.

Deshalb fordert das SWAB den - längst überfälligen - sofortigen Atomausstieg weltweit und den Umstieg auf 100 % erneuerbare Energien

Bericht zur Film-Matinee Wackersdorf

75 Interessierte sind am Sonntag, 28. April dem Aufruf des Schweinfurter Aktionsbündnis
gegen Atomkraft (SWAB) gefolgt, um bei einer Film-Matinee mit dem Film „ Wackersdorf“
im Schweinfurter Programm-Kino KuK des 33. Jahrestages der Atomkatastrophe von
Tschernobyl (Ukraine) zu gedenken. Babs Günther, Sprecherin des SWAB, erläuterte bei
der Begrüßung, dass auch nach 33 Jahren in einigen Gebieten Deutschlands die
Auswirkungen des radioaktiven Fall-out, der über Europa niedergegangen war,
nachzuweisen seien. Ein großes Gebiet um das Atomkraftwerk, in dem es am
26.April 1986 zu Explosion und Super-Gau gekommen war, bleibt aufgrund der
radioaktiven Verseuchung dauerhaft unbewohnbar; der Atom-Unfall bewirkte enorme
ökologische und ökonomische Schäden, Leid und Krankheit - auch bei Folge-
generationen. Ca. 60 000 Tote sind als Opfer der Tschernobyl-Katastrophe zu beklagen. 
Deshalb sei es wichtig, auch nach der langen Dauer dieses Unglücks zu gedenken:
Tschernobyl stehe als Mahnung und Symbol dafür, dass Atomenergie im Unglücksfall
nicht zu beherrschen und die Verbreitung von radioaktiven Partikeln nicht zu begrenzen ist. 

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Jahresrückblick 2018

Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB): Jahresrückblick 2018
In unserem Jahresrückblick müssen wir feststellen, dass sich für die Region Schweinfurt und die
hiesige Bevölkerung weiterhin starke Belastungen durch das AKW Grafenrheinfeld ergeben. Die
erteilte Rückbaugenehmigung erlaubt es z.B. die radioaktiven Emissionen in Luft, Boden, Wasser
in ungeminderter Höhe fortzuschreiben. Es wird sogar zusätzliche Belastung 
geben - durch die
Bestückung der neuen Atommüllhalle , die derzeit gebaut wird. Schwach- und mittelradioaktive
Materialien, die beim Rückbau anfallen, sollen dort gelagert werden - und die Strahlenbelastung
ist für einen Wert bewilligt, der beinahe 3-fach so hoch ist, wie die Belastung aus dem
Atommülllager für hochradioaktiven Müll! 
Wir sehen das mit großer Sorge! 

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Probleme und Gefahren der Atommüllzwischenlagerung

Das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft veranstaltet am

Montag, 29. Januar um 19.00 Uhr,
im Kolping Bildungszentrum in Schweinfurt    

    
einen Informations- und Diskussionsabend mit der Diplom-Physikerin und
Atomsicherheitsexpertin Oda Becker zum Thema:

„Probleme und Gefahren der Atommüll (Zwischen?) Lagerung“

Die Veranstaltung ist kostenlos - wir laden alle Interessierten herzlich ein.

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