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Schliesssysteme Castorbehälter

Das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB) ist sehr beunruhigt über die Informationen zu meldepflichtigen Abweichungen bei Schliesssystemen von Castorbehältern
in deutschen Atommüllzwischenlagern. Bisher wurde bekannt, dass in Brokdorf, Philippsburg und Unterweser die„Toleranzgrenzen“ beim sogenannten Blockmass bei Castor-Deckeln
überschritten werden.

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Abfallzwischenlager

Es ist  mittlerweile bekannt, dass radioaktiv belastetes Material vom Gelände des AKW Grafenrheinfeld abtransportiert wird: zur Verbrennung in das Müllheizkraftwerk in Schwandorf, zur dauerhaften Lagerung auf die Landkreis-Deponie Rothmühle. Das SWAB nimmt mit Interesse zur Kenntnis, dass von PreussenElektra nun öffentlich die Möglichkeit ins Spiel gebracht wurde, schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus dem Rückbau des AKW Würgassen in das neue Atommülllager (BeHa) nach Grafenrheinfeld zu transportieren. 

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Offener Brief an Landrat Töpper

Sehr geehrter Herr Landrat Töpper,

wir nehmen Bezug auf die Stellungnahme von Ihnen und dem Landkreis Schweinfurt „zur
Annahme von KKG-Bauschutt“. Sie weisen unsere Kritik bezüglich „Offenheit und
Transparenz“ vehement zurück.

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Mahnwache 13.07.2020

Nun ist es offiziell bekannt (Mainpost-Artikel vom 03.07.),  dass bereits im OKTOBER 2018!! „Bauschutt“ vom AKW-Rückbau auf die Deponie Rothmühle (Bergrheinfeld) geliefert wurde. Die Mitglieder des Ausschuss für Umwelt, Land- und Abfallwirtschaft des Landratsamtes haben aktuell zugestimmt / entschieden / abgenickt, dass 1850 Tonnen „freigemessene“ Abfälle aus dem AKW, die nicht frei von Radioaktivität sein müssen, sondern lediglich einen politisch festgelegten „Grenzwert“ nicht überschreiten, auf die Deponie Rothmühle geliefert werden können.
 
Von Bedingungen oder Forderungen des Gremiums (nach Ertüchtigung z.B.) ist allerdings nichts bekannt….wie soll denn sichergestellt werden, dass radioaktive Partikel nicht über die Luft verteilt werden bzw. durch Versickerung ins Grundwasser gelangen? Die hiesige Bevölkerung wird einem erhöhten Risiko ausgesetzt - und vor vollendete Tatsachen gestellt. Vor diesem Hintergrund bitten wir Euch,
 
den Termin schon mal festzuhalten:  Unter dem Motto „Strahlende Rothmühle?“ veranstaltet das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB) am 13.07. 2020 von 18.00 - 19.00 Uhr eine Mahnwache am Schillerplatz in Schweinfurt !


Tschernobyl-Gedenktag

Coronabedingt wird das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB) am heutigen Montag, 27.04.2020, keine Mahnwache zum Gedenken an den 34. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl (26. April) veranstalten.
Der aktuelle Jahrestag steht unter dem Eindruck der verheerenden Feuer, die seit mehr als drei Wochen im verseuchten Gebiet der Sperrzone  um die Atomruine des explodierten Atomreaktors wüten. Weite Flächen sind bereits verkohlt, Trockenheit und Wind fachen die Flammen immer aufs Neue an. Die Löscharbeiten konnten die Feuer bisher nicht ausreichend eindämmen. Cäsium 137, Plutonium 239 und Strontium 90 belasten die Böden. Radionuklide aus Pflanzen und dem Boden werden freigesetzt, verbreitet und können nun aufs Neue die menschliche Gesundheit gefährden.
Infolge der Atomkatastrophe starben Tausende Menschen bzw. wurden verletzt. Zehntausende wurden zwangsumgesiedelt, vornehmlich Einsatzkräfte erkrankten an Krebs, Schlaganfällen, Infarkten, Erblindung und anderen strahlenbedingten Krankheiten. In einer gigantischen radioaktiven Wolke verbreiteten sich die gefährlichen Partikel - die Ärzteorganisation IPPNW weist daraufhin, dass auch heute noch beispielsweise Wildschweine, Beeren und Pilze etwa im Bayerischen Wald so stark verstrahlt sind, dass ihr Verzehr das Krebsrisiko erhöhen kann. Auch 34 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl ergibt sich daraus eine konkrete Bedrohung für Mensch und Natur.
Atomkraft ist teuer und schmutzig. Sie war immer massiv subventioniert und auch im militärischen Interesse. Sie birgt langanhaltende und letztlich unkontrollierbare Gefahren und ist eine extrem gefährliche Form der Energiegewinnung. Sie ist verbunden mit der Produktion von gefährlichem, radioaktiv strahlendem Atommüll, der auch für die Folgegenerationen eine immense Gefährdung bedeutet - bislang gibt es weltweit! keine Lagerstätte, wo dieser ausreichend sicher und ausreichend abgeschirmt verwahrt werden kann. Atomare Katastrophen sind grenzüberschreitend. Atomkraft ist nicht klimaneutral. Atomkraft ist nicht zu verantworten.

Deshalb fordert das SWAB den - längst überfälligen - sofortigen Atomausstieg weltweit und den Umstieg auf 100 % erneuerbare Energien